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Kategorie: Berichte

Das Seminar der Mürztaler Jägerinnen und Jäger war wieder ein voller Erfolg!
Mehr als 300! Interessierte aus der Steiermark und anderen Bundesländern wollten wissen " Ist der Abschußplan noch zeitgemäß"?
In seiner Begrüßung freute sich Bezirksjägermeister Hannes Fraiß Landesjägermeister Stv. DDr. Burkhart Thierrichter,
den Vizepräsidenten des Steirischen Jagdschutzvereines Toni Fürst,

die Geschäftsführerin des Jagdschutzvereines Mag. Andrea Schrittwieser,
die Bezirksjägermeister Karlon und Neubauer und Landesforstdirektor DI Michael Luidold als Ehrengäste willkommen zu heißen und bat die anwesende Presse um positive Berichterstattung.
Martin Krondorfer, Chef der FAST Pichl, der zusammen mit dem Bezirksjagdamt und den Zweigvereinen Mürzzuschlag und Kindberg Gastgeber war,
konnte bekannte Fachleute aus der Welt der Jagd für den Abend gewinnen.
Robin Sandfort ein bekannter Wildbiologe berichtete von Deutschen Bundesländern, die den Abschußplan der Behörde bereits abgeschafft haben und die Anschußplanung an einen Dialog zwischen Jägern und Grundbesitzer auslagern.
Bisher mit gutem Erfolg wie er belegen konnte.
Als zweite Vortragende betrat Dr. Christine Miller, die eine NGO in Bayern leitet, das Rednerpult.
Sie erklärte das Gamswild als stark gefährdet was die Zuhörer sehr verwunderte.
Daraus leitete sie die Forderung ab unsere Gämsen zu zählen und nur auf Basis dieser Zählungen Erlegungen zuzulassen.
Den Begriff "Waldgams" lehnte sie komplett ab und Nachfragen wie es wohl dem Schutzwald geht bei zu hohen Gamsbeständen waren für sie nicht relevant.
Als letzte Vortragende führte Mag. Marion Kranabitl-Sarkletti, die Geschätsführerin der Steirischen Jägerschaft, die Besucher in die unglaubliche Welt der gesetzlichen Normen ein die die Jägerinnen und Jäger betreffen.
Ausgehend von der EU, die über die Aarhus-Konvention, die allen Bürgern über die NGOs Mitsprache in Jagdangelegenheiten gibt,
bis zum Naturschutzrecht, den Tierschutzrecht oder Forstrecht legte sie dar, in welchem komplexen Umfeld zusätzlich zum Jagdgesetz wir jagen.
Die angespannte Stille der Zuhörer und der durchaus bescheidene Applaus machte deutlich
das sich mancher Waidmann noch nicht bewusst ist wie die Jagd aktuell gesteuert wird und welche Interessen unser vermeintlich selbstständiges Tun beeinflussen.
Nach Ende der Vorträge und der Beantwortung der Fragen aus der Zuhörerschaft blieben viele Teilnehmer der Veranstaltung noch an der Ausschank stehen und hitzige Diskussionen entwickelten sich zwischen den Jagdfunktionäern und aktiven Jägern.
Das zeig die große Betroffenheit, die dieses Thema und die dazu gehörenden Gesetze, bei den Betroffenen auslöste.